Der Planungsantrag für einen britischen Bahnhof, der eine Reihe nachhaltiger Gestaltungsmerkmale integriert, wurde von den Behörden genehmigt, da die Bemühungen um eine „grüne“ öffentliche Verkehrsinfrastruktur fortgesetzt werden.

Das Gebäude wird sich in Solihull in der Nähe der Stadt Birmingham befinden und als Verkehrsknotenpunkt für Passagiere dienen, die die HS2-Linie nutzen, ein großes Hochgeschwindigkeitsnetz, das nach seiner Inbetriebnahme die Reisezeiten zwischen London und anderen großen Gebieten verkürzen will städtische Zentren im Land.

Matthew Botelle, der Stationsdirektor von HS2, sagte, das Solihull-Gebäude sei “netto ohne Kohlenstoff in Betrieb” und fügte hinzu, dass es “das neueste umweltfreundliche Design und nachhaltige Technologien” übernehmen würde.

Laut HS2 wird die Anlage Solarenergie nutzen, Regenwasser ernten und natürliche Belüftung und Tageslicht nutzen.

„Vom markanten Dach aus leichtem Brettschichtholz – inspiriert von der Form eines Blattes – bis zu den Grünflächen wurde alles ausgewählt, um den CO2-Fußabdruck der Station zu minimieren und sicherzustellen, dass sie die Umgebung und die einzigartige Lage widerspiegelt“, so Kim Quazi, ein Direktor bei Arup Architects, sagte. 

Brettschichtholz bezieht sich auf Brettschichtholz, das von vielen als nachhaltige Alternative zu Materialien wie Beton angesehen wird.

Der Bahnhof wird auch einen „automatisierten People Mover“ einsetzen – im Wesentlichen ein fahrerloses Schienenfahrzeug -, der Passagiere zu Zielen wie dem Flughafen Birmingham und dem internationalen Bahnhof Birmingham bringt.

Während sich die Solihull-Entwicklung auf erneuerbare Energien und nachhaltiges Design konzentriert hat, haben einige Organisationen Bedenken hinsichtlich der weiteren Auswirkungen des HS2-Projekts auf wild lebende Tiere und diejenigen, die in der Nähe der Route leben, geäußert. HS2 sagt seinerseits, dass es unter anderem Millionen von Bäumen auf der Route pflanzen und Wälder in anderen Teilen des Landes finanzieren wird.  

Bahnhöfe bieten Ingenieuren und Architekten häufig die Möglichkeit, innovative Gebäude zu entwickeln, die optisch auffällige Designs und umweltfreundliche Aspekte aufweisen.

In Deutschland zum Beispiel sagt die Deutsche Bahn, dass die 15 größten Bahnhöfe des Landes – in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und Hannover – seit Anfang 2019 mit Ökostrom betrieben

werden. StationGreen “hat das Unternehmen außerdem zwei 2014 und 2016 eröffnete Bahnhöfe entwickelt, die Energie aus Sonnenenergie und Erdwärme nutzen und über Gründächer verfügen, die die Isolierung fördern und Regen ernten.
 
Zurück in Großbritannien nutzt die Blackfriars Station im Herzen von London Strom, der von mehr als 4.400 Photovoltaik-Solarmodulen erzeugt wird, die auf einer Brücke installiert sind, die Züge über die Themse transportiert.

Und nicht nur die sie umgebenden Bahnhöfe und Infrastrukturen ändern sich: Die Züge selbst wenden sich allmählich interessanten Energiequellen zu. So wurde beispielsweise im September 2018 der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Zug des europäischen Eisenbahnherstellers Alstom in Betrieb genommen.